Derzeit liest man viel über den Verlauf der Ferien in den veschiedensten Familien. Spannend irgendwie… aber auch frustrierend.
Im virtuellen, aber auch im Reallife sind Mütter froh, dass endlich Ferien sind. Endlich Zeit für Spaß mit der Familie, einfach so in den Tag hineinleben ohne die Verpflichtungen des geregelten Tagesablaufes.
Fast schon froh war ich eben als ich las, dass Fr. Sterntau die Gestaltung des Ferienprogrammes als durchaus anstrengend empfindet. Genau so empfinde ich es derzeit, auch wenn ich nur im Ansatz nachempfinden kann, wie es sich anfühlen muß die vollen 6 Wochen alleine gestalten zu müssen.
Hier ein Kind voller Energie. Sie wacht auf und strahlt – prima!
Gleichzeitig wird es dann aber auch laut. Es vergeht kein Moment in dem das Mundwerk stillsteht. Alles wird kommentiert und hinterfragt, diskutiert oder es wird einfach nur geredet um zu reden. Zusätzlich wird gehüpft, gesprungen, geturnt und wenn nicht das, dann wird nur mit einem Bein/Arm gezappelt. Es ist hier also ein Kind um mich rum, welches vor Lebensenergie und Lebensfreude kurz vorm Überlauf steht. Prima soweit – ich freue mich ehrlich über diese Freude und Energie, bin auch ein irgendwie stolz, schliesslich habe ich ja so ein bisschen einen Anteil daran – bilde ich mir zumindest ein, nehmt mir das nicht
Das auszuhalten, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen des Kindes ist aber hammerhart. Dafür fehlt mir die Energie (geht eigentlich unter der Schwangerschaft/ Geburt ein Teil Energie von der Mutter aufs Kind über? Wäre vielleicht mal ein interessanter Forschungsansatz…)
Diese eine Woche „Urlaub“ in der ich alleine für die Ferienplanung und Bespaßung des Kindes zuständig bin ist anstrengender als jede Woche mit Arbeit und Alltag. Ich gebe ehrlich zu, dass ich mich freue nächste Woche arbeiten zu dürfen, weil der Gatte dann die Ferienbetreuung übernimmt (übernächste Woche haben wir alle zusammen Urlaub, darauf freue ich mich natürlich am allermeisten) und ganz ehrlich: Ich freue mich auch sehr auf September, wenn der Alltag mit all seinen Ritualen (und den Freunden zum verabreden, die jetzt alle verreist sind) wieder einkehrt.
Zu Beginn der Ferien hatte ich mich gefragt, wie wohl die Kinderlein das strukturlose Leben der Ferien verkraften. Die Kinderlein verkraften es ganz prima – ich abba nich
Ich ziehe hiemit meinen Hut vor allen alleinerziehenden Müttern, die immer allein für alles zuständig sind. Es ist unglaublich, was ihr leistet und ihr könnt unglaublich stolz auf Euch sein, DASS ihr das so gut hinbekommt!!!



Das beruhigt nun aber ungemein, dass nicht nur ich so ne Schnatterbacke daheim habe

Unglaublich, was so ein kleiner Mund im Laufe des Tages schnattern, quieken, kreischen und sonstige Geräusche zustande bringen kann, oder? Mir ist manchmal, als ob das Kind mir einen Blumenkohl ans Ohr schnattert
Meine Zeit ist der Abend, wo ich einfach nur Stille genieße. Du glaubst gar nicht, wie schön Stille sein kann…. ♥ Auf Balkonien sitzen und nichts als die Vögel zwitschern hören, wunderbar!
Übrigens, ich bewundere dich auch, ganz sehr sogar
[...] Juli 2008 in Der Rest Eigentlich wollte ich nur einen Kommentar hierzu schreiben. Aber dann begann es so lang zu werden, dass ich es lieber hierher geholt habe
. Also [...]
*lächel* Jeder kann sich beim anderen was abgucken, ich finde es zum Beispiel sehr bewundernswert, wie du deine Krankheit angehst – da zieh’ ich den Hut vor dir!
Und im gleichen Atemzug bedanke ich mich mal für deine Anerkennung, das ist leider relativ selten geworden, oft genug bekomme ich dann eher so Sachen zu hören wie „Du hast dir das ja so ausgesucht“ oder „Ich hätte mich mit vier Kindern ja nicht getrennt“ oder „Naja, ob du nochmal jemanden findest, der dich mit vier Kindern nimmt …“
Aber da steh ich inzwischen oft schon drüber, lächle freundlich und denk mir meinen Teil!
Ich wünsch’ dir einen schönen Abend!